Schema della sezione

  • Wie sprachliche Vielfalt sichtbar gemacht, genutzt und institutionell gestaltet werden kann.

        • Ausgangslage

          Jugendsprache prägt gesellschaftliche Diskurse, ist jedoch in der Schweiz bislang kaum systematisch sichtbar gemacht. Anders als beim «Wort des Jahres Schweiz» fehlte ein nationales, mehrsprachiges Format, das die sprachliche Kreativität junger Menschen abbildet und ihnen Mitsprache gibt.
           

          Lösungsansatz

          Entwicklung eines Konzepts für das «Schweizer Jugendwort des Jahres»: klare Richtlinien, transparente Auswahlverfahren und breite Partizipation. Jugendliche (13–20) aus allen Sprachregionen reichen Wörter mehrsprachig ein; Jurys pro Landessprache wählen entlang definierter sprachlicher, gesellschaftlicher und ethischer Kriterien.

          Resultat

          Es entstand ein praxistaugliches Gesamtkonzept mit Flyern, Webseitentexten und Auswahlmodellen. Schulen aus fast allen Kantonen wurden eingebunden, erste Zusagen aus Deutsch‑ und Westschweiz erzielt. Das Projekt legt die Grundlage für ein schweizweites, mehrsprachiges Format jugendlicher Sprachpartizipation.
           
          Weitere Informationen
           
           
          Herbstsemester 2024
        • Situation de départ

          Le patois de Savièse connaît une forte rupture de transmission intergénérationnelle. Bien qu’il compte encore des locuteurs, les usages actifs diminuent. Sans outils adaptés aux pratiques numériques actuelles, cette langue patrimoniale risque de perdre progressivement sa fonction sociale et identitaire.

          Approche

          Le projet Fonbuk développe une plateforme numérique participative en collaboration avec la communauté locale et la Fondation Bretz-Héritier. Une application mobile permet de collecter, documenter et discuter des mots et expressions liés aux pratiques culturelles saviésannes.

          Résultats

          La phase pilote a confirmé la faisabilité technique du projet et permis d’établir des partenariats durables. Les tests de l’application ont mis en évidence des besoins spécifiques liés à la langue et lancé une dynamique collaborative autour de l’enrichissement du lexique.
           
          Partenaire de terrain
           
          Cheffe de projet
          Margaux Dubuis
           
          Développment de l'application
          Jocelyn Aznar
           
          Semestre d'été 2026
        • Ausgangslage

          Die Schweiz ist mehrsprachig, doch Herkunftssprachen von Schüler:innen mit Migrationshintergrund bleiben im Schulalltag oft marginalisiert. Obwohl der HSK‑Unterricht rechtlich verankert ist, ist er kaum in die reguläre Sprach‑ und Lernförderung integriert. Dies begünstigt Unsichtbarkeit, geringe Zusammenarbeit und sprachliche Diskriminierung (Linguizismus).
           

          Lösungsansatz

          Das Projekt entwickelte ein schulisches Integrationskonzept, das den HSK‑Unterricht systematisch mit Regel‑ und DaZ‑Unterricht verbindet. Auf Basis aktueller Forschung zum multilingual turn fördert es Teamteaching, plurilinguale Didaktik, Transferstrategien und eine enge Zusammenarbeit aller schulischen Akteur:innen zur Stärkung lebensweltlicher Mehrsprachigkeit.
           

          Resultat

          Das Konzept zeigt praxisnahe Wege auf, wie Herkunftssprachen als didaktische Ressource genutzt werden können. Es stärkt plurilinguale Kompetenzen, soziale Anerkennung und Sprachbewusstheit von Schüler:innen und Lehrpersonen. Gleichzeitig trägt es zu einer inklusiveren, rassismuskritischen Schulentwicklung und zu nachhaltiger Sprachförderung im Kanton Zürich bei.
           
          Frühlingssemester 2024
        • Ausgangslage

          Sprachmittelnde übernehmen in Behörden, Asylverfahren, Gesundheitseinrichtungen und sozialen Diensten eine zentrale Vermittlungsfunktion. Die Tätigkeit erfordert jedoch mehr als sprachliche Kompetenz: Interkulturelle Kommunikation, Rollenverständnis und der Umgang mit komplexen Gesprächssituationen sind bisher nur begrenzt durch Weiterbildungsangebote abgedeckt.
           

          Lösungsansatz

          Basierend auf einer Literaturrecherche, der Analyse bestehender Leitlinien und der Auswertung institutioneller Gesprächssituationen wurde ein Fortbildungskonzept entwickelt. Der Fokus liegt auf Rollenreflexion, interkultureller kommunikativer Kompetenz, Perspektivenübernahme sowie Strategien zur professionellen Vermittlung in anspruchsvollen Gesprächssituationen.

          Resultat

          Entstanden ist ein praxisorientiertes Fortbildungsangebot für Sprachmittelnde in Deutschland und der deutschsprachigen Schweiz. Das Konzept kombiniert theoretische Grundlagen mit Rollenspielen, Fallanalysen und Gruppenarbeiten und ist für den Einsatz in Migrations-, Gesundheits-, Bildungs- und Sozialkontexten konzipiert.
           
          Frühlingssemester 2026
        • Ausgangslage

          International agierende Verteidigungsunternehmen müssen ihre externe Kommunikation zwischen nationaler Sprachpolitik, globaler Markenidentität und technischer Präzision ausbalancieren. Unklar war, ob ihre Produktkommunikation primär sprachpolitisch gesteuert ist oder einer bewusst entwickelten Corporate Language folgt – und welche Rolle Englisch dabei als Lingua Franca spielt.

           

          Lösungsansatz

          Untersucht wurden Produktbeschreibungen von Battlefield‑Management‑Systemen fünf europäischer Unternehmen (Airbus, Rheinmetall, Thales, Leonardo, Indra). Mittels qualitativer Textanalyse wurden Tonfall, Keywords, Zielgruppenorientierung und Sprachauswahl verglichen, um Muster von Sprachpolitik, Corporate Language und Mehrsprachigkeitsstrategien systematisch herauszuarbeiten.

          Resultat

          Die Analyse zeigt: Externe Kommunikation ist klar strategisch gesteuert. Englisch dominiert als Lingua Franca, selbst bei mehrsprachigen Websites. Technisch‑neutrale Sprache, standardisierte Terminologie und wiederkehrende Schlüsselbegriffe weisen auf eine ausgeprägte Corporate Language hin, die zugleich als Form impliziter unternehmensbezogener Sprachpolitik fungiert.
           
          Frühlingssemester 2025
        • Ausgangslage

          Der Schweizer Auftritt an der Internationalen Tagung für Deutschlehrer:innen 2025 sollte die sprachliche, kulturelle und didaktische Vielfalt der Schweiz zeitgemäss und jenseits von Klischees vermitteln. Gefordert war ein kohärentes Konzept, das Deutsch als plurizentrische Sprache sichtbar macht und internationale DaF/DaZ‑Fachpersonen anspricht.

          Lösungsansatz

          Das Projekt umfasste konzeptionelle Mitarbeit am Gesamtauftritt, Mitgestaltung interaktiver Lernmaterialien, Recherche zu Schweizer Sprach‑ und Kulturlandschaften sowie Beiträge zu Standdesign, Website und Aktivitäten. Digitale Tools, Storytelling und DACH‑Perspektiven wurden gezielt eingesetzt, um Vielfalt erfahrbar, inklusiv und didaktisch nutzbar zu machen.

          Resultat

          Entstanden sind vielfältige, interaktive Materialien und konzeptionelle Beiträge für den Auftritt Schweiz an der IDT 2025: von Lernaktivitäten und Story‑Formaten bis zur inhaltlichen Ausrichtung von Stand und Website. Das Projekt stärkt die internationale Sichtbarkeit der Schweiz als mehrsprachigen, innovativen Bildungs‑ und Kulturraum im DaF/DaZ‑Kontext.
           
          Praxispartner
           
          Frühlingssemester 2025