Zwischen Amtsdeutsch und Angst: Kommunikation in Behörden aus migrantischer Perspektive - HS25_ICM
Abschnittsübersicht
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Ausgangslage
Behördenkommunikation ist zentral für Integration, wird von Zugewanderten jedoch oft als beängstigend erlebt. Sprachliche Barrieren, institutionelle Machtgefälle und kulturell geprägte Kommunikationsnormen erzeugen Unsicherheit – selbst bei hoher Sprachkompetenz. Emotionale Dimensionen bleiben in Verwaltungspraxis und Forschung häufig unbeachtet, insbesondere im Vergleich Schweiz–Deutschland.Lösungsansatz
Die Studie untersucht mittels qualitativer Leitfadeninterviews Erfahrungen von Zugewanderten in der Schweiz und Deutschland. Deduktive Themenanalyse und induktive Gesprächsanalyse machen sichtbar, wie Angst sprachlich konstruiert wird. Ziel ist es, kommunikative Muster, Machtasymmetrien und Bewältigungsstrategien zu identifizieren und daraus praxisnahe Empfehlungen abzuleiten.
Resultat
Die Ergebnisse zeigen: Angst ist ein zentrales, kommunikativ wirksames Element in Behördengesprächen. Amtsdeutsch, implizite Normen und fehlende Dialogräume verstärken Unsicherheit. Transparente Abläufe, sprachliche Vereinfachung und empathische Gesprächsführung reduzieren Angst spürbar. Die Arbeit liefert konkrete Ansatzpunkte für interkulturell sensible, vertrauensbildende Behördenkommunikation.Herbstsemester 2025