Grundprinzipien für barrierefreie Inhalte

Gut aufgebaute und klar formulierte Inhalte helfen allen Studierenden – insbesondere Menschen mit Einschränkungen. Viele Beeinträchtigungen sind jedoch nicht sichtbar.


Die folgenden Prinzipien helfen dabei, Inhalte so zu gestalten, dass sie klarer aufgebaut, verständlicher und für unterschiedliche Voraussetzungen besser zugänglich sind.

  1. Offizielle Vorgaben nutzen

    Die offiziellen Angaben im Brand-Hub der ZHAW sowie barrierefreie Office Vorlagen unterstützen einen konsistenten und zugänglichen Aufbau von Anfang an.

  2. Überschriften und Gliederung beachten

    Eine klare Hierarchie mit logisch eingesetzten Überschriften und kurzen Textabschnitten erleichtert die Orientierung und macht Inhalte schneller erfassbar. Mehr Informationen zum Thema Überschriften in "Inhalte technisch korrekt strukturieren".

  3. Einfach und verständlich schreiben

    Klare Sprache, kurze Sätze und nachvollziehbare Formulierungen helfen dabei, Inhalte schneller zu verstehen. Neue Fachbegriffe sollten nur dort verwendet werden, wo sie notwendig sind.

  4. Informationen nicht nur visuell vermitteln

    Informationen sollten auch ohne Farbe, Layout oder Bilder verständlich sein. Zentrale Inhalte müssen daher immer auch textlich vorhanden sein.

  5. Aussagekräftige Bezeichnungen verwenden

    Links, Dateien und Elemente sollten eindeutig benannt sein. So wird sofort klar, was sich dahinter verbirgt.

  6. Medien ergänzen, nicht ersetzen

    Bilder, Videos und Grafiken unterstützen Inhalte, ersetzen sie aber nicht. Relevante Medien benötigen Alternativtexte oder Untertitel.

  7. Konsistent bleiben

    Gleiche Elemente sollten gleich benannt und verwendet werden. Konsistenz reduziert kognitive Belastung und erleichtert die Nutzung.

Tipp:

Statt von barrierefrei wird häufig von barrierearm gesprochen. Nicht alle Kursformate, Aktivitäten und eigene Inhalte lassen sich vollständig barrierefrei umsetzen. Oft ist eine Abwägung zwischen didaktischem Ziel, visueller Gestaltung und Zugänglichkeit notwendig.

Entscheidend ist, bewusst zu wählen und die Auswirkungen auf die Zugänglichkeit mitzudenken. Auch kleinere Anpassungen können den Zugang bereits deutlich verbessern.

Jeder Schritt in Richtung barriereärmerer Gestaltung ist ein Gewinn. Die genannten Hinweise unterstützen dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen und Kurse schrittweise zugänglicher zu gestalten.

Modifié le: jeudi 16 avril 2026, 10:03