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  • Wie internationale Mobilität, globale Zusammenarbeit und gesellschaftliche Verantwortung gefördert werden können.

        • Ausgangslage

          Die Schweiz leidet unter wachsendem Fachkräftemangel, insbesondere im Pflege‑ und Handwerksbereich. Gleichzeitig fehlt jungen Menschen in Guinea/Conakry oft der Zugang zu beruflicher Ausbildung nach internationalem Standard. Bestehende Migrations‑ und Arbeitsmodelle greifen zu kurz, um nachhaltige Perspektiven für beide Seiten zu schaffen.
           

          Lösungsansatz

          Das Projekt entwickelt ein interkulturelles Austauschprogramm zwischen Berufsschulen in der Schweiz und Guinea/Conakry. Im Mittelpunkt stehen Wissenstransfer, befristete Praxiseinsätze und Ausbildungsaufenthalte. Elemente aus Cultural Diplomacy, Soft Power und Mehrsprachigkeitsmanagement begleiten die internationale Zusammenarbeit und sichern Akzeptanz sowie Integration.

          Resultat

          Das Szenario zeigt, dass berufsbildende Austauschprogramme Fachkräftemangel lindern, Bildungschancen verbessern und irreguläre Migration reduzieren können. Die Schweiz stärkt ihre Position als attraktiver, weltoffener Arbeits‑ und Ausbildungsstandort, während junge Fachkräfte aus Guinea internationale Kompetenzen und realistische Zukunftsperspektiven gewinnen.

          Herbstsemester 2024

        • Ausgangslage

          Global Citizenship Education (GCE) gewinnt weltweit an Bedeutung, wird jedoch je nach nationalem Kontext sehr unterschiedlich umgesetzt. Bisher fehlte eine systematische Analyse, wie globale Leitlinien, insbesondere die UNESCO‑Rahmenwerke, in verschiedenen kulturellen, politischen und bildungspolitischen Kontexten konkret interpretiert und umgesetzt werden.
           

          Lösungsansatz

          Die Studie vergleicht Global Citizenship Education in Brasilien und Japan auf Basis des UNESCO‑Modells, mit Fokus auf kognitive Lernziele. Durch eine qualitative Analyse von Curricula, Studien und bildungspolitischen Dokumenten werden Gemeinsamkeiten, Unterschiede sowie gesellschaftliche und historische Einflussfaktoren der jeweiligen GCE‑Ansätze herausgearbeitet.
           

          Resultat

          Die Analyse zeigt: Beide Länder fördern kritisches Denken und kulturelle Sensibilität, setzen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte. Brasilien fokussiert auf soziale Gerechtigkeit und Machtkritik, Japan verbindet Global Citizenship mit nationaler Identität und Wettbewerbsfähigkeit. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung kontextsensibler Umsetzung globaler Bildungsziele in Linguistic Diversity Management.
           
          Frühlingssemester 2024
        • Ausgangslage

          Auslandssemester führen nicht automatisch zu interkultureller Kompetenz. Gleichzeitig sehen sich Hochschulen mit steigender Vielfalt, digitalem Wandel und begrenzten Ressourcen konfrontiert. Bisher fehlte ein strukturiertes, evidenzbasiertes Lehrformat, das Studierende systematisch auf interkulturelle Herausforderungen vorbereitet und Global Citizenship sowie soziale Verantwortung nachhaltig fördert.

          Lösungsansatz

          Konzipiert wurde das Blended‑Learning‑Modul Intercultural Competence for Outgoing Students (ICOS). Es verbindet Online‑Selbststudium, Peer‑Austausch, Präsenz‑ und Online‑Lehre sowie reflexive Methoden wie Critical‑Incident‑Analysen. Das dreiphasige Design begleitet Studierende vor, während und nach dem Auslandaufenthalt gezielt und kompetenzorientiert.

          Resultat

          Das Modul stärkt interkulturelle Sensibilität, Reflexionsfähigkeit und Perspektivenwechsel nachweislich. Studierende entwickeln zentrale soziale, methodische und professionelle Kompetenzen für internationale und vielfältige Kontexte. ICOS ist skalierbar, inklusiv und trägt zur nachhaltigen Profilierung in Linguistic Diversity Management und Global Citizenship bei.
           
          Frühlingssemester 2024
        • Ausgangslage

          Der ZHAW-Masterstudiengang Language and Communication verfügte bislang über kein Blended Intensive Programme (BIP). Gesucht wurde ein Konzept, das die organisatorischen, didaktischen und finanziellen Voraussetzungen eines solchen Mobilitätsformats analysiert und dessen Potenzial für die ZHAW aufzeigt.
           

          Lösungsansatz

          Auf Grundlage bestehender BIP-Programme, institutioneller Rahmenbedingungen und Gesprächen mit potenziellen Partneruniversitäten wurde ein Konzept für ein mögliches BIP entwickelt. Dieses kombiniert virtuelle und physische Mobilitätsphasen mit Challenge-Based Learning und definiert zentrale Umsetzungsschritte.

          Resultat

          Entstanden ist ein BIP-Konzept mit Partnernetzwerk, Finanzierungsmodell, Zeitplan und Handlungsempfehlungen. Das Projekt schafft eine Grundlage für die Einführung eines neuen internationalen Mobilitätsformats und stärkt die Zusammenarbeit mit Hochschulpartnern im Ausland.
           
          Frühlingssemester 2026
        • Ausgangslage

          Blended Intensive Programmes (BIP) kombinieren Online‑ und Präsenzphasen und gelten als inklusives Erasmus+‑Format. Gleichzeitig zeigen Studien Defizite in sozialer Präsenz, Motivation und Beziehungsgestaltung zwischen Online‑ und Vor‑Ort‑Studierenden. Unklar ist, wie Interaktion, Zugehörigkeit und Lernen in hybriden Mobilitätsformaten gezielt gefördert werden können.

           

          Lösungsansatz

          Das Erasmus+‑BIP Innovation in Foreign Language Education in León (Spanien) wurde mit einem Mixed‑Methods‑Design analysiert: Beobachtungen, eine Umfrage unter Teilnehmenden sowie ein Interview mit einer Programmleitung. Untersucht wurden Interaktionsformate, digitale Tools, Motivation, Beziehungsgestaltung und Lernerfahrungen im Online‑ und Präsenzteil.

          Resultat

          Die Ergebnisse zeigen klare Vorteile der Präsenzphase für Zusammenarbeit, Zugehörigkeit und Netzwerkbildung, während die Online‑Phase stärkerer Struktur bedarf. Informelle Tools wie WhatsApp fördern Beziehungspflege deutlich. Das Projekt liefert konkrete Empfehlungen zur verbesserten Gestaltung hybrider Erasmus‑Formate und stärkt die Qualität internationaler, mehrsprachiger Hochschulprogramme.
           
          Herbstsemester 2025
        • Ausgangslage

          Generation‑Z‑Studierende stehen vor globalen Herausforderungen wie Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und Digitalisierung, reflektieren jedoch Lernprozesse oft unsystematisch. Hochschulen fehlt es an didaktisch klaren, generationsgerechten Konzepten, um Reflexivität gezielt, kontinuierlich und praxisnah in der Lehre zu fördern und mit Global‑Competence‑Zielen zu verbinden.
           

          Lösungsansatz

          Das Projekt entwickelt ein dreiphasiges Kurskonzept für Bachelor‑Studierende, das Reflexivität systematisch mit Global Citizenship verbindet. Grundlage bilden Theorien zu reflexiven Zyklen, eine Gen‑Z‑Studierendenbefragung und Expert:inneninputs. Digitale Tools, strukturierte Feedbackformate, kreative Aufgaben und reale globale Themen fördern nachhaltige, iterative Reflexionsprozesse.
           

          Resultat

          Das Kursdesign bietet Hochschulen ein praxisnahes, flexibles Modell zur Förderung reflexiver Kompetenzen bei Generation Z. Es stärkt interpretative und methodische Reflexivität, erhöht Studierenden‑Agency in globalen Fragen und integriert Feedback, Technologie und Vielfalt wirksam. Damit unterstützt es zeitgemässe, inklusive Hochschullehre im Bereich Global Citizenship.

          Herbstsemester 2025