Résumé de section

  • Ausgangslage

    International agierende Verteidigungsunternehmen müssen ihre externe Kommunikation zwischen nationaler Sprachpolitik, globaler Markenidentität und technischer Präzision ausbalancieren. Unklar war, ob ihre Produktkommunikation primär sprachpolitisch gesteuert ist oder einer bewusst entwickelten Corporate Language folgt – und welche Rolle Englisch dabei als Lingua Franca spielt.

     

    Lösungsansatz

    Untersucht wurden Produktbeschreibungen von Battlefield‑Management‑Systemen fünf europäischer Unternehmen (Airbus, Rheinmetall, Thales, Leonardo, Indra). Mittels qualitativer Textanalyse wurden Tonfall, Keywords, Zielgruppenorientierung und Sprachauswahl verglichen, um Muster von Sprachpolitik, Corporate Language und Mehrsprachigkeitsstrategien systematisch herauszuarbeiten.

    Resultat

    Die Analyse zeigt: Externe Kommunikation ist klar strategisch gesteuert. Englisch dominiert als Lingua Franca, selbst bei mehrsprachigen Websites. Technisch‑neutrale Sprache, standardisierte Terminologie und wiederkehrende Schlüsselbegriffe weisen auf eine ausgeprägte Corporate Language hin, die zugleich als Form impliziter unternehmensbezogener Sprachpolitik fungiert.
     
    Frühlingssemester 2025