Tuesday, 12 May 2026, 5:48 AM
Site: Moodle Lernplattform der ZHAW
Course: Portalseite Digitale Lehre – für Dozierende (Portalseite Digitale Lehre)
Glossary: Didaktik Glossar

•Arbeiten (ZHAW)

"Arbeiten sind Leistungsnachweise [•summatives Assessment], die im Unterschied zu •Prüfungen 

  • über einen längeren Zeitraum, in der Regel mehr als vier Stunden, erbracht werden, 
  • in den Lösungen einen meist individuellen Charakter haben und 
  • nicht beaufsichtigt werden.

(vgl. Reglement Digitale Prüfungen an der ZHAW)

•Asynchrone Lernszenarien

Lernform, bei  der Kommunikation  und  Interaktion  zwischen Lehrenden und Lernenden nicht zur gleichen Zeit, sondern zeitlich unabhängig erfolgen.


Beispiele
  • Bereitstellung von Lerninhalten mit Moodle
  • Eine vertonte PowerPoint Präsentation
  • Vorlesungsaufzeichnungen
  • Lösen von Fallstudien
  • Verwendung von Diskussionsforen
  • Einsendeaufgaben
  • Quizzes

•Blended Learning

Lernmodell, in dem klassischer, analoger Unterricht mit digitalem Lernen kombiniert wird.

Worum es letztendlich geht, ist eine didaktisch ausgeklügelte Verknüpfungvon synchronen (früher v.a. Präsenz) und asynchronen Lernphasen (Selbstlerneinheiten, i.d.R. Remote/Online).

•Closed-Book Prüfungen

Bei dieser Prüfungsform wird der Zugriff auf vorbereitende Lehr- und Lernmaterialien sowie zusätzliche Hilfsmittel strikt verhindert.

Mehr Infos zur Absicherung von digitalen Prüfungen finden Sie in der Infobox DigiExam.

•Constructive Alignment

Didaktisches Prinzip, das eine enge Abstimmung von Lernzielen, Lernaktivitäten und Leistungsnachweisen fordert. Alle Elemente eines Kurses sollen aufeinander aufbauen: Was geprüft wird, sollte im Unterricht behandelt werden – und umgekehrt.

•Digitale Prüfungsaufsicht

An der ZHAW wird Wert darauf gelegt, dass Studierende kompetenzorientiert und unter fairen Bedingungen geprüft werden, dass Prüfungsprozesse möglichst effizient gestaltet sind sowie dass Prüfungsintegrität und -sicherheit gegeben sind.

Bei digitalen Prüfungen gibt es verschiedene Varianten für die Absicherung der Prüfungen, welche in der Infobox DigiExam erklärt werden.

•Educational Design

Analytisch-kreative Gestaltung von Lehre und Weiterbildung aus verschiedenen Perspektiven (z. B. Studiengangleitung, Dozierende, Studierende) und auf verschiedenen Ebenen (Studiengang, Modul, Lerneinheit).

Siehe Framework Educational Design für Dozierende (ZHAW)

•Flipped Classroom

Lerninhalte werden zuerst von den Lernenden im Selbststudium (asynchron) erarbeitet, anschliessend werden die Lerninhalte gemeinsam (synchron) diskutiert/angewendet/transferiert. Die Grundlagen werden dabei nicht in der Vorlesung vermittelt, sondern werden bereits vorausgesetzt. Mehr Infos zum Flipped Classroom finden Sie hier.

Vorteile: Dies soll u.a. ein besseres Verständnis der Grundlagen mit sich bringen, da die Studierenden diese selbständig in ihrem eigenen Tempo erarbeiten können. Dadurch bleibt in den synchronen Phasen mehr Zeit für die Beantwortung von Fragen und weiterführende Diskussionen.

Die empirische Forschung legt nahe, dass Flipped Classroom zu besserer Lernleistung als traditioneller Unterricht führen kann (Hew & Lo, 2018; Strelan et al., 2020). Besonders wirksame Faktoren könnten hierbei sein:

  • Möglichkeit zu strukturiertem und aktivem Lernen sowie Problemlösen (Strelan et al., 2020)
  • Quizze (über Selbstlernphase) zu Beginn der synchronen Lehrveranstaltungen (Hew & Lo, 2018)

Literatur

Hew, K. F., & Lo, C. K. (2018). Flipped classroom improves student learning in health professions education: A meta-analysis. BMC Medical Education, 18(1), 1–12. https://doi.org/10.1186/s12909-018-1144-z

Strelan, P., Osborn, A., & Palmer, E. (2020). The flipped classroom: A meta-analysis of effects on student performance across disciplines and education levels. Educational Research Review, 30, https://doi.org/10.1016/j.edurev.2020.100314 

•Formatives Assessment

Lernfortschrittskontrollen, welche für die Benotung in der Regel irrelevant sind

Dient primär zur Selbsteinschätzung der Studierenden und Standortbestimmung für die Dozierenden. → Assessment for Learning

Forschungsergebnisse legen nahe, dass formative Quizzes Lernen teils besser fördern als erneutes Wiederholen des Lernstoffes (Endres & Renkl, 2015; van Gog & Sweller, 2015). → Testing Effekt


Literatur:

  • Endres, T., & Renkl, A. (2015). Mechanisms behind the testing effect: An empirical investigation of retrieval practice in meaningful learning. Frontiers in Psychology, 6(1054). https://doi.org/10.3389/fpsyg.2015.01054
  • van Gog, T., & Sweller, J. (2015). Not new, but nearly forgotten: the testing effect decreases or even disappears as the complexity of learning materials increases. Educational Psychology Review, 27(2), 247–264. https://doi.org/10.1007/s10648-015-9310-x

•Future Skills

zukunftsrelevante Handlungskompetenzen, welche Individuen befähigen, selbständig komplexe Probleme in herausfordernden Kontexten zu lösen (Ehlers, 2022).

Beispiele:

  • Digitale Kompetenzen
  • Kreativität
  • Selbstführung
  • Soziale Kompetenzen

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