Monday, 20 May 2024, 5:40 AM
Site: Moodle Lernplattform der ZHAW
Course: Portalseite Digitale Lehre – für Dozierende (Portalseite Digitale Lehre)
Glossary: E-Didaktik Glossar
Franziska Hirt (R Wiss. Mitarbeiterin)

•Arbeiten (ZHAW)

"Arbeiten sind Leistungsnachweise [•summatives Assessment], die im Unterschied zu •Prüfungen 

    • über einen längeren Zeitraum, in der Regel mehr als vier Stunden, erbracht werden, 
    • in den Lösungen einen meist individuellen Charakter haben und 
    • nicht beaufsichtigt werden.
(vgl. Reglement Digitale Prüfungen an der ZHAW)

•Asynchrone Lernszenarien

Lernform, bei  der Kommunikation  und  Interaktion  zwischen Lehrenden und Lernenden nicht zur gleichen Zeit, sondern zeitlich unabhängig erfolgen.


Beispiele
  • Bereitstellung von Lerninhalten mit Moodle
  • Eine vertonte PowerPoint Präsentation
  • Vorlesungsaufzeichnungen
  • Lösen von Fallstudien
  • Verwendung von Diskussionsforen
  • Einsendeaufgaben
  • Quizzes

•Audience-Response-System

Audience-Response-Systeme sind Software- oder Hardware-basierte Abstimmungssysteme, die das gleichzeitige Einholen individueller Rückmeldungen von beliebig vielen Zuhörern ermöglichen. Sie dienen dazu, die Interaktion zwischen Vortragendem und Publikum zu steigern und können auch in sehr grossen Gruppen eingesetzt werden kann. 

Hier finden Sie weitere Informationen dazu.



•Blended Learning

Lernmodell, in dem klassischer, analoger Unterricht mit digitalem Lernen kombiniert wird.

Worum es letztendlich geht, ist eine didaktisch ausgeklügelte Verknüpfungvon synchronen (früher v.a. Präsenz) und asynchronen Lernphasen (Selbstlerneinheiten, i.d.R. Remote/Online).

•Closed-Book Prüfungen

Bei dieser Prüfungsform wird der Zugriff auf vorbereitende Lehr- und Lernmaterialien sowie zusätzliche Hilfsmittel strikt verhindert.


•Flipped Classroom

Lerninhalte werden zuerst von den Lernenden im Selbststudium (•asynchron) erarbeitet, anschliessend werden die Lerninhalte gemeinsam (•synchron) diskutiert/angewendet/transferiert. Die Grundlagen werden dabei nicht in der Vorlesung/im •Webinar vermittelt, sondern werden bereits vorausgesetzt. Mehr Infos zum Flipped Classroom finden Sie hier.

Vorteile: Dies soll u.a. ein besseres Verständnis der Grundlagen mit sich bringen, da die Studierenden diese selbständig in ihrem eigenen Tempo erarbeiten können. Dadurch bleibt in den synchronen Phasen mehr Zeit für die Beantwortung von Fragen und weiterführende Diskussionen.

Die empirische Forschung legt nahe, dass Flipped Classroom zu besserer Lernleistung als traditioneller Unterricht führen kann (Hew & Lo, 2018; Strelan et al., 2020). Besonders wirksame Faktoren könnten hierbei sein:

      • Möglichkeit zu strukturiertem und aktivem Lernen sowie Problemlösen (Strelan et al., 2020)
      • Quizzes (über Selbstlernphase) zu Beginn der •synchronen Lehrveranstaltungen (Hew & Lo, 2018)


    Literatur

  • Hew, K. F., & Lo, C. K. (2018). Flipped classroom improves student learning in health professions education: A meta-analysis. BMC Medical Education, 18(1), 1–12. https://doi.org/10.1186/s12909-018-1144-z
  • Strelan, P., Osborn, A., & Palmer, E. (2020). The flipped classroom: A meta-analysis of effects on student performance across disciplines and education levels. Educational Research Review, 30, https://doi.org/10.1016/j.edurev.2020.100314 

•Formatives Assessment

Lernfortschrittskontrollen, welche für die Benotung in der Regel irrelevant sind

Dient primär zur Selbsteinschätzung der Studierenden und Standortbestimmung für die Dozierenden. → Assessment for Learning

Forschungsergebnisse legen nahe, dass formative Quizzes Lernen teils besser fördern als erneutes Wiederholen des Lernstoffes (Endres & Renkl, 2015; van Gog & Sweller, 2015). → Testing Effekt


Literatur:

  • Endres, T., & Renkl, A. (2015). Mechanisms behind the testing effect: An empirical investigation of retrieval practice in meaningful learning. Frontiers in Psychology, 6(1054). https://doi.org/10.3389/fpsyg.2015.01054
  • van Gog, T., & Sweller, J. (2015). Not new, but nearly forgotten: the testing effect decreases or even disappears as the complexity of learning materials increases. Educational Psychology Review, 27(2), 247–264. https://doi.org/10.1007/s10648-015-9310-x

•Hybride Konferenzen

Kombination von physischer und •virtueller Konferenz/Unterricht

•synchroner Unterricht mit Teilnehmenden, welche sich gruppenweise in unterschiedlichen Räumen befinden

  • ein Teil physisch zusammen, der andere individuell virtuell, oder
  • ein Teil physisch im Hauptraum mit dem/der Dozierenden, ein Teil in einem oder mehreren zusätzlichen physischen Räumen hinzugeschaltet.

Hinweis: Ursprünglich wurde der Begriff hybrider Unterricht (ähnlich •Blended Learning) für die Kombination von analoger und digitaler Lehre, synchron als auch asynchron, verwendet. Seit der Pandemie wird der Begriff vermehrt (u.a. an vielen Schweizer Hochschulen) rein für die synchrone Mischung aus Präsenz- und virtuellem Unterricht verwendet.

Diese Form des Unterrichts wird weniger aus didaktischen Überlegungen eingesetzt. Gründe für hybriden Live-Unterricht sind v.a.:
  • weite räumliche Entfernungen zwischen Studierenden/Dozierenden sowie
  • Platzmangel (bspw. bei sehr grossen Veranstaltungen oder bedingt durch die Covid-19 Pandemie).


Beispiele:

  • Live-Online-Übertragung einer in Präsenz abgehaltenen Vorlesung
  • Live-Übertragung einer in Präsenz abgehaltenen Vorlesung in einen weiteren Raum, wo ebenfalls Studierende an der Vorlesung teilnehmen

•Lernmethode

konkrete didaktische Methoden, z.B.
- Problem Based Learning
- Murmelgruppe
- Frontalunterricht

•Lernsetting

Setting, in welchem •Lernmethoden umgesetzt werden.

Bspw.

  • synchrones vs. asynchrone Lernsetting
  • onsite- vs. remote Lernsetting
  • passives vs. aktives vs. interaktives Lernsetting

•Modalitätseffekt

Grafik kombiniert mit erklärendem Audio ist besser als mit erklärendem Text.

Ihm Rahmen kognitiver Theorien wird von einem ‘Modality Effect’ ausgegangen. Dieser besagt, dass graphische Darstellungen kombiniert mit Audio zu besseren Lernergebnissen führen als graphische Darstellungen kombiniert mit Text - zumindest bei gleichem zeitlichen Aufwand. Bei Lernenden, die mehr Zeit benötigen, scheinen dagegen Grafiken kombiniert mit Text besser zu wirken, wenn die Lernenden die Lerngeschwindigkeit selbst bestimmen können (Harskamp, Mayer, & Suhre, 2007). 


Literatur
  • Harskamp, E. G., Mayer, R. E., & Suhre, C. (2007). Does the modality principle for multimedia learning apply to science classrooms? Learning and Instruction, 17(5), 465–477. https://doi.org/10.1016/j.learninstruc.2007.09.010

•Multimedia Prinzip

Präsentation von Text kombiniert mit Bildern ist besser als nur Text allein

Das Multimedia Prinzip geht davon aus, dass Menschen besser lernen, wenn Erläuterungen als Kombination von Text und Bild stattfinden statt in reiner Textform. Multimediale Lehrmaterialien ermöglichen den Lernenden verbale und bildliche Repräsentationen miteinander zu verknüpfen.


•Netiquette

(Net-Etiquette) bezeichnet Verhaltensregeln im Netz.


Beispiele:

  • Erklärungen, welche Inhalte in welchem Moodle-Forum gepostet werden.
  • Abmachungen, dass Fragen (wenn nicht sehr privat) im Forum für alle sichtbar gestellt und beantwortet werden.
  • Klarstellung, wie Fragen in einem Webinar gestellt werden sollen.
  • Hier ein Beispiel einer ausführlichen Netiquette für Webinare aus dem Department N.

•Online Proctored Exams

Überwachte Prüfungen, bei denen eine Software die Daten des Desktops, der Webcam und des Tons an einen Überwachungsservice zur Auswertung sendet.

•Open-Book Prüfungen

In Open-Book Prüfungen ist der Zugriff auf weitere Ressourcen gestattet. Dies kann einerseits in der Form von den in der Lehrveranstaltung bereitgestellten Unterlagen oder aber in Form der von Studierenden im Lernverlauf erstellten Notizen und Unterlagen erfolgen. Beide Formen des Einsatzes setzen analog zur Kommunikation «zugelassener Hilfsmittel» eine klare Konzeption voraus, welche Unterlagen für die Prüfung zugelassen sind.

Nicht erlaubt ist die Hilfe Dritter bzw. das Benutzen von bidirektionalen Kommunikationskanälen, wie beispielsweise Chat oder E-Mail.

•Prüfungen (ZHAW)

"Prüfungen sind Leistungsnachweise [•summatives Assessment], die 

über einen relativ kurzen Zeitraum, in der Regel nicht mehr als vier Stunden, erbracht werden. Sie werden in mündlicher, schriftlicher oder praktischer Form absolviert und finden in der Regel unter Aufsicht statt." (vgl. Reglement Digitale Prüfungen an der ZHAW)


•Screencast

Video-Aufnahme des Bildschirms in der Regel ergänzt mit Audio-Kommentaren


Beispiele:

  • Eine Abfolge von Power-Point-Folien mit Audio-Erklärung dazu
  • Vorführen der Funktionalitäten einer Software

•Summatives Assessment

•Prüfungen oder •Arbeiten nach Abschluss einer Unterrichtseinheit, in der Regel benotet
Es geht primär um die Gewinnung eines Leistungsnachweises. → Assessment of Learning

•Synchrone Lernszenarien

Lernform, bei der sich Lehrende und Lernende zur gleichen Zeit (live) an unterschiedlichen Orten befinden und bei der die Kommunikation ohne wahrnehmbare Zeitverzögerung abläuft.


Beispiele
  • •Webinar 
  • •Hybride Klassenzimmer
  • Telefonkonferenz
  • Online-Sprechstunde

•Virtuelle Konferenzen

•Synchroner Online-Unterricht mit Live-Interaktion zwischen den Lernenden und dem/der Dozierenden.


Beispiele:

  • •Webinare
  • Online-Sprechstunden

•Webcast

eine •synchrone Online-Vorlesung ohne Interaktion, also einer einseitigen „One-to-many“-Kommunikation. Diese kann oft auch im Nachhinein (asynchron) noch abgerufen werden.

•virtuelles Klassenzimmer ohne Interaktion

•Webinar

Web-Seminar:

→ ein interaktives •virtuelles Klassenzimmer