Phase 1 – Thema finden & Forschungsfrage entwickeln
| Website: | Moodle Lernplattform der ZHAW |
| Kurs: | Schritt für Schritt zur BM Arbeit |
| Buch: | Phase 1 – Thema finden & Forschungsfrage entwickeln |
| Gedruckt von: | Gast |
| Datum: | Montag, 6. April 2026, 02:12 |
Beschreibung
Thema finden & Forschungsfrage entwickeln
In diesem Abschnitt lernst du, wie du ein passendes Thema für deine BM- oder Maturaarbeit findest und daraus eine konkrete Forschungsfrage entwickelst. Viele Probleme beim Schreiben entstehen, weil das Thema zu breit ist oder die Fragestellung unklar bleibt – genau das gehst du hier an.
Was dich in diesem Abschnitt erwartet
- Brainstorming – Ideen sammeln, ohne sie sofort zu bewerten
- Thema eingrenzen – von „riesig“ zu machbar
- Forschungsfragen formulieren – klar, konkret und untersuchbar
- Mini-CaRS-Idee – erste Gedanken zur „Forschungslücke“
- KI-Prompts – Unterstützung, aber keine Themenwahl durch KI
- Ideen zu deinen Interessen und Stärken sammeln
- ein Thema auswählen und sinnvoll eingrenzen
- erste Formulierungen für eine Forschungsfrage testen
- KI-Tools gezielt einsetzen und im Prompting Journal festhalten
- du hast ein klar eingegrenztes Thema
- du besitzt eine vorläufige Forschungsfrage, die realistisch bearbeitbar ist
- du hast erste KI-Vorschläge reflektiert und im Prompting Journal dokumentiert
Kapitel 1 – Einstieg & Orientierung
Bevor du mit deiner propädeutischen Arbeit BM-/Matura-Arbeit richtig starten kannst, brauchst du zwei Dinge:
1. ein klar eingegrenztes Thema
2. eine gute Forschungsfrage, die du beantworten kannst
Viele Schwierigkeiten beim Schreiben entstehen, weil das Thema zu breit ist oder weil die Fragestellung unklar bleibt. In dieser Phase lernst du deshalb, wie du:
• erste Ideen sammelst
• dein Thema sinnvoll eingrenzt
• eine passende Forschungsfrage formulierst
• generative KI-Tools als Unterstützung nutzen kannst
• deine eigenen Entscheidungen begründest
Was dich in dieser Phase erwartet
- Brainstorming – Ideen entwickeln, ohne sie zu bewerten
- Thema eingrenzen – von groß zu klein
- Forschungsfragen formulieren – klar, konkret und untersuchbar
- Mini-CaRS-Modell – wie man eine „Forschungslücke“ erkennt
- KI-Prompts – die dir helfen, aber nicht für dich entscheiden
- Reflexion – du dokumentierst, was KI vorgeschlagen hat und was du davon übernimmst
Wie du KI in dieser Phase nutzen kannst
KI-Tools wie ChatGPT oder Perplexity können dir helfen:
• passende Themen und Unterthemen zu finden
• unterschiedliche Fragestellungen zu formulieren
• dein Thema realistisch einzugrenzen
• mögliche Forschungslücken zu erkennen
Wichtig:
Du übernimmst nicht alles → du prüfst, was sinnvoll ist.
KI unterstützt dich. Die Entscheidungen triffst du.
Was du am Ende dieser Phase erreicht hast
• ein eindeutiges Thema
• eine vorläufige, klare Forschungsfrage
• eine Übersicht über KI-Vorschläge und deine Entscheidungen
• einen vollständigen Eintrag im Mini-Prompting-Journal
Damit bist du bereit für Phase 2: Recherche & Quellenverständnis.
Kapitel 2 -Gute wissenschaftliche Praxis & KI-Transparenz (mit Prompting Journal)
Bevor du mit dem Brainstorming beginnst und KI-Tools verwendest, ist es wichtig zu verstehen, wie wissenschaftliches Arbeiten funktioniert – und wie du deine KI-Nutzung transparent dokumentierst.
Gute wissenschaftliche Praxis bedeutet:
- ehrlich zu arbeiten und nichts zu erfinden,
- Quellen klar anzugeben,
- eigene Überlegungen von fremden Ideen zu trennen,
- nachvollziehbar zu zeigen, wie Ergebnisse entstanden sind.
Was bedeutet „gute wissenschaftliche Praxis“?
In wissenschaftlichen Arbeiten – auch in der BM-Arbeit – gelten klare Regeln. Dazu gehören:
- Transparenz: Zu erkennen geben, wie du gearbeitet hast.
- Nachvollziehbarkeit: Andere sollen deine Schritte verstehen können.
- Eigenständigkeit: Der Text muss aus deinen eigenen Gedanken entstehen.
- Quellenangaben: Alles, was nicht von dir stammt, muss ausgewiesen sein.
- Verantwortung: Reflexion darüber, was KI geliefert hat und was du selbst entschieden hast.
Du darfst KI nutzen – aber du musst offenlegen, wie du sie genutzt hast. Das Prompting Journal ist dafür dein offizieller Nachweis.
Wie du KI verantwortungsvoll nutzt
KI kann dir beim Brainstorming, Strukturieren, Formulieren und Überarbeiten helfen. Aber: Wissenschaftlich bleiben bedeutet, dass du verstehst, prüfst und entscheidest.
KI kann Fehler machen, Quellen erfinden (Halluzinationen) oder unlogische Zusammenhänge produzieren. Überprüfe Fakten immer selbst.
Das Prompting Journal – dein offizieller KI-Nachweis
Das Prompting Journal ist ein Dokument, in dem du jede KI-Nutzung während deiner BM-Arbeit festhältst.
Es zeigt, wie du KI verantwortungsvoll eingesetzt hast und macht deinen Arbeitsprozess transparent und nachvollziehbar.
Das Journal wird am Ende deiner Arbeit als eigener Anhang („Anhang Prompting Journal“) eingefügt – ähnlich wie ein Quellenverzeichnis.
Statt für jede Schreibphase ein eigenes Blatt zu führen, kannst du alle Einträge in einer Tabelle dokumentieren.
Dafür nutzt du folgende Spalten: Datum, Schreibphase, Tool, Ziel, Prompt, Ergebnisse, Reflexion.
1️⃣ Datum – Wann hast du KI genutzt?
2️⃣ Schreibphase – z. B. Themenfindung, Recherche, Planen, Schreiben, Überarbeiten
3️⃣ Tool – z. B. ChatGPT, Copilot, Elicit …
4️⃣ Ziel – Wofür hast du das Tool genutzt?
5️⃣ Prompt – Was hast du genau eingegeben?
6️⃣ Ergebnisse – Was hat KI geliefert? Brauchbar?
7️⃣ Reflexion – Was übernimmst du? Was verwirfst du – und warum?
📘 Prompting Journal – Vorlage zum Kopieren
So könnte deine Journal-Tabelle aussehen. Du kannst sie in einem eigenen Dokument oder in der Excel-Vorlage ausfüllen.
| Datum | Schreibphase | Tool | Ziel (Wofür nutze ich das Tool?) | Prompt | Ergebnisse | Reflexion |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 15.03.2025 | Themenfindung | ChatGPT | Thema eingrenzen | „Schlage mir drei mögliche Forschungsfragen zum Thema Vertikal Farming vor.“ | Drei gute Vorschläge. Ich übernehme Frage 2, | weil sie konkret und untersuchbar ist. |
Hier kannst du die Vorlage herunterladen:
📥 Prompting Journal (Excel-Vorlage)
Speichere die Datei lokal ab und ergänze sie bei jeder KI-Nutzung.
Füge die ausgefüllte Tabelle am Ende deiner BM-Arbeit unter Anhang: Prompting Journal ein.
📘 Beispiel: Weitere Einträge aus anderen Schreibphasen
Schreibphase: Recherche
Tool: Elicit
Ziel: Wissenschaftliche Studien zum Thema finden
Prompt: „Finde aktuelle wissenschaftliche Studien zum Thema Vertikal Farming.“
Ergebnisse: Die KI liefert mehrere Studienvorschläge mit kurzen Zusammenfassungen.
Reflexion: Zwei Studien sind für meine Forschungsfrage relevant und werden weiterverwendet. Andere Vorschläge passen thematisch nicht genau genug.
Schreibphase: Schreiben / Überarbeiten
Tool: ChatGPT
Ziel: Verständlichkeit und sprachliche Klarheit verbessern
Prompt: „Überprüfe den folgenden Absatz und schlage sprachliche Verbesserungen vor.“
Ergebnisse: Die KI schlägt alternative Formulierungen und klarere Satzstrukturen vor.
Reflexion: Zwei Formulierungen werden übernommen, da sie präziser sind. Eine Änderung wird verworfen, da sie den Inhalt leicht verändert hätte.
Kapitel 3 – Brainstorming: Ideen für deine BM-Arbeit entwickeln
Bevor du ein konkretes Thema für deine BM-Arbeit auswählst, hilft es, viele Ideen zu sammeln – ohne sie sofort zu bewerten. Brainstorming bedeutet: alles aufzuschreiben, was dir einfällt.
Hier geht es nicht um richtig oder falsch, sondern um Vielfalt und Offenheit.
So machst du ein gutes Brainstorming
- Schreibe alles auf, was dich interessiert – Alltag, Hobbys, Schule, Beruf, Medien.
- Notiere Unterthemen (z. B. „soziale Medien“ → TikTok, Mobbing, Schönheitsideale).
- Schreibe mindestens 10 Ideen auf.
- Bewerte noch nichts – Eingrenzen kommt erst im nächsten Kapitel.
Beispiel: Brainstorming-Liste
• TikTok vs. Instagram
• Cybermobbing
• Schönheitsideale
• Fake News
• Aufmerksamkeit & Bildschirmzeit
• Einfluss auf das Körperbild
• Viral Trends
• Positive Effekte im Unterricht
• Chat-Kommunikation
• Konzentration & Lernverhalten
• ChatGPT – vielseitig einsetzbar für Ideen, Erklärungen, Strukturhilfen.
• Microsoft Copilot – gut integriert in Word/Office, einfache Textunterstützung.
• Perplexity – KI-Suchmaschine mit Quellenangaben; ideal für Trends & Fakten.
• DeepSeek – alternative KI mit starken Ideen- und Analysefunktionen.
Hinweis: KI gibt dir Ideen. Du entscheidest, welche davon sinnvoll für deine BM-Arbeit sind.
In diesem Video wird zwar von einer Bachelorarbeit gesprochen, die grundlegenden Überlegungen gelten aber genauso für BM- und Maturaarbeiten: Ein gutes Thema entsteht dort, wo Interesse, Machbarkeit und Fragestellung zusammenkommen.
Das Video zeigt dir unter anderem,
- wie du von einem allgemeinen Interesse zu einem konkreten Thema kommst,
- warum Eingrenzung entscheidend ist,
- und wie du prüfst, ob ein Thema realistisch umsetzbar ist.
Thema finden – wissenschaftliche Arbeit
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Quelle: GoThesis – Abschlussarbeiten einfach schreiben 🎓 (YouTube).
1. Wähle ein breites Interessengebiet (z. B. Sport, Ernährung, digitale Medien).
2. Notiere mindestens 10 Unterthemen, die dir spontan einfallen.
3. Ergänze 2–3 Ideen aus deinem Alltag oder deiner Lehre/Ausbildung.
4. Nutze KI nur dann, wenn du keine weiteren Ideen findest.
Tipp: Schreibe deine Liste in dein Dokument für die BM-Arbeit. Du wirst sie im nächsten Schritt zum Eingrenzen brauchen.
🔹 KI-Prompt 1 – Unterthemen generieren
„Ich suche Ideen für meine BM-Arbeit. Nenne mir 10 Unterthemen zum Bereich __ und erkläre kurz, warum sie interessant sein könnten.“
Beispielantwort (Thema: Ernährung):
• Energy Drinks und Jugendliche
• Zuckersteuer in Europa
• Ernährung im Sport
• …
🔹 KI-Prompt 2 – Aktuelle Diskussionen / Trends
„Welche aktuellen Probleme, Trends oder Diskussionen gibt es im Bereich __?“
Beispiel (Thema: soziale Medien):
• Fake News
• psychische Gesundheit
• neue Influencer-Regeln
🔹 KI-Prompt 3 – Übersehene Aspekte
„Welche wichtigen Unterthemen im Bereich __ werden oft übersehen, sind aber spannend für eine BM-Arbeit?“
🔹 KI-Prompt 4 – Verbindungen herstellen
„Welche Verbindungen gibt es zwischen __ und anderen Bereichen wie Schule, Gesundheit, Technik oder Gesellschaft?“
Beispiel (Thema: Sport):
• Sport & Ernährung
• Sport & Motivation
• Sport & KI-Tracking
🔹 KI-Prompt 5 – Wenn du feststeckst
„Ich brauche weitere Ideen zum Thema __. Ich habe schon diese Aspekte: [Liste]. Welche neuen Blickwinkel könnte ich noch berücksichtigen?“
• Welche Ideen habe ich selbst gefunden?
• Welche kamen von der KI?
• Welche Ideen finde ich am spannendsten – und warum?
• Welche Ideen verwerfe ich – und warum?
Wenn du KI genutzt hast, trage deine Nutzung sofort in dein Prompting Journal ein.
Ideen sammeln ist der erste Schritt – entscheide jetzt noch nicht, ob ein Thema gut oder schlecht ist. Im nächsten Kapitel lernst du, wie du dein Thema sinnvoll eingrenzt.
Kapitel 4 – Thema eingrenzen: Vom Interessengebiet zur BM-Arbeit
Nach dem Brainstorming hast du viele mögliche Ideen für deine BM-Arbeit. Jetzt geht es darum, aus einem breiten Interessengebiet ein konkretes, bearbeitbares Thema zu machen.
Wenn das Thema zu breit ist, wird:
- deine Arbeit schnell unübersichtlich,
- deine Zeit nicht reichen,
- deine Fragestellung unklar.
Vom breiten Thema zum Fokus – der „Themenkegel“
Stell dir dein Thema wie einen Kegel vor: Oben ist es sehr breit, unten sehr konkret.
Breites Thema: Ernährung
Unterthema: Energy Drinks
Noch spezieller: Energy Drinks und Jugendliche
Fokus: Energy Drinks und Schlafverhalten von Jugendlichen in der Schweiz
Beispiel 2: Soziale Medien
Breites Thema: Soziale Medien
Unterthema: Instagram
Noch spezieller: Instagram und Körperbild
Fokus: Einfluss von Instagram auf das Körperbild von 15–18-jährigen Berufsmaturitätsschüler:innen
Du siehst: Durch Zielgruppe (Alter, Gruppe), Ort (z. B. Schweiz) und Aspekt (z. B. Schlaf, Körperbild) wird das Thema genauer.
Du kannst dieselben KI-Tools verwenden, die du im Kapitel Brainstorming kennengelernt hast:
- ChatGPT – hilft dir, Themenvorschläge konkreter zu machen.
- Microsoft Copilot – unterstützt dich beim Formulieren und Strukturieren.
- Perplexity – zeigt dir, welche Aspekte eines Themas aktuell diskutiert werden.
- DeepSeek – kann dir helfen, neue Blickwinkel oder Einschränkungen zu finden.
1. Nimm dir deine Brainstorming-Liste aus Kapitel 3.
2. Wähle 2–3 Ideen aus, die dich besonders interessieren.
3. Engrenze jede dieser Ideen ein, indem du:
- eine Zielgruppe festlegst (z. B. Jugendliche, Lernende, Sportler:innen),
- einen Ort oder Kontext angibst (z. B. Schweiz, deine Schule, dein Verein),
- einen bestimmten Aspekt wählst (z. B. Motivation, Gesundheit, Leistung, Mediennutzung).
Beispiel:
Statt nur „Energy Drinks“ → „Auswirkungen von Energy Drinks auf das Schlafverhalten von Berufsmaturitätsschüler:innen“.
🔹 KI-Prompt 1 – Thema konkreter machen
„Ich möchte meine BM-Arbeit zum Thema __ schreiben. Bitte hilf mir, dieses Thema durch Zielgruppe, Ort und Aspekt so einzugrenzen, dass es für eine BM-Arbeit realistisch ist.“
🔹 KI-Prompt 2 – Ist das Thema zu breit oder zu eng?
„Beurteile bitte folgendes Thema für eine BM-Arbeit: ‚__‘. Ist es zu breit, zu eng oder passend? Begründe deine Einschätzung und schlage ggf. eine bessere Formulierung vor.“
🔹 KI-Prompt 3 – Themen vergleichen
„Ich schwanke zwischen diesen zwei Themen für meine BM-Arbeit: 1) __ 2) __ Vergleiche die beiden Themen in Bezug auf Eingrenzbarkeit, Rechercheaufwand und Klarheit. Welches eignet sich besser?“
🔹 KI-Prompt 4 – Fokus finden
„Mein aktuelles Thema lautet: ‚__‘. Schlage mir 3 mögliche Schwerpunkte vor (z. B. gesundheitliche, soziale oder technische Perspektive), aus denen ich wählen könnte.“
Wenn du KI genutzt hast, überlege dir:
- Welches der eingegrenzten Themen spricht mich am meisten an – und warum?
- Welche Vorschläge der KI habe ich übernommen?
- Welche Vorschläge habe ich verworfen – und warum?
- Traue ich mir zu, zu diesem Thema genug Material zu finden?
Wenn du ein Thema ausgewählt und eingegrenzt hast, bist du bereit für den nächsten Schritt: Im nächsten Kapitel formulierst du daraus eine klare Forschungsfrage für deine BM-Arbeit.
Kapitel 5 – Forschungsfrage formulieren: Dein genauer Untersuchungsfokus
Die Forschungsfrage ist das Herz deiner BM-Arbeit. Sie legt genau fest, was du untersuchen willst und worauf du dich konzentrierst.
Ohne Forschungsfrage ist deine Arbeit oft:
- zu allgemein,
- unstrukturiert,
- schwer zu schreiben.
Was macht eine gute Forschungsfrage aus?
- klar formuliert – verständlich, ohne komplizierte Wörter
- konkret – mit klarer Zielgruppe / Ort / Aspekt
- erforschbar – du kannst Informationen dazu finden
- neutral – keine Meinung in der Frage, keine Bewertung
- nicht zu breit – sonst schaffst du es nicht in 10–15 Seiten
❌ Wie schädlich sind Energy Drinks?
→ zu wertend, zu allgemein
✔ Wie wirken sich Energy Drinks auf das Schlafverhalten von Berufsmaturitätsschüler:innen in der Schweiz aus?
→ konkret, neutral, untersuchbar
Formel: So baust du deine Forschungsfrage
Du kannst eine einfache Struktur verwenden:
oder
Welchen Einfluss hat [Thema] auf [Zielgruppe] in [Situation]?
oder
Welche Faktoren beeinflussen [Phänomen] bei [Zielgruppe]?
Beispiele (verschiedene Fächer):
Wie beeinflusst regelmäßiger Konsum von Energy Drinks das Schlafverhalten von Lernenden an Schweizer BM-Schulen?
Beispiel 2 – Sport:
Welche Auswirkungen hat Bewegungsmangel auf die Konzentrationsfähigkeit von Jugendlichen in der Berufsmaturität?
Beispiel 3 – Gesundheit:
Wie wirkt sich chronischer Stress auf das Essverhalten von Lernenden im BM-Vorkurs aus?
Beispiel 4 – Medien:
Welchen Einfluss hat Instagram auf das Körperbild von 16–18-jährigen Schülerinnen in der Schweiz?
Nutze die Tools aus den vorherigen Kapiteln:
- ChatGPT – hilft dir beim Formulieren und Überarbeiten.
- Microsoft Copilot – gut für klare Schreibvorschläge.
- Perplexity – zeigt dir, was bereits bekannt/relevant ist.
- DeepSeek – liefert alternative Blickwinkel und Eingrenzungen.
🔹 KI-Prompt 1 – Erste Vorschläge
„Ich möchte meine BM-Arbeit zum Thema __ schreiben. Bitte schlage mir 3 mögliche Forschungsfragen vor, die klar, konkret und untersuchbar sind.“
🔹 KI-Prompt 2 – Forschungsfrage verbessern
„Hier ist meine bisherige Forschungsfrage: ‚__‘. Kannst du sie klarer, neutraler und konkreter formulieren?“
🔹 KI-Prompt 3 – Ist die Frage machbar?
„Bitte prüfe folgende Forschungsfrage: ‚__‘. Ist sie für eine BM-Arbeit realistisch? Begründe deine Einschätzung.“
🔹 KI-Prompt 4 – Vergleich mehrerer Fragen
„Ich schwanke zwischen diesen Forschungsfragen: 1) __ 2) __ 3) __ Welches ist die beste für eine BM-Arbeit? Bitte begründe deine Empfehlung.“
1. Wähle dein eingegrenztes Thema aus Kapitel 4.
2. Formuliere drei mögliche Forschungsfragen.
3. Lege fest:
- Welche Zielgruppe du untersuchen willst,
- welcher Aspekt im Vordergrund steht,
- welcher Ort/Kontext relevant ist.
5. Begründe deine Entscheidung in 3–4 Sätzen.
Tipp: Nutze die KI-Prompts als Unterstützung – aber übernehme nicht blind Vorschläge.
Wenn du KI genutzt hast, beantworte diese Fragen:
- Welche Forschungsfrage habe ich gewählt – und warum?
- Welche Vorschläge der KI haben mir geholfen?
- Was habe ich bewusst selbst entschieden?
- Wie sicher bin ich, dass ich genug Infos zum Thema finde?
Wenn deine Forschungsfrage steht, kannst du nun mit dem Recherchieren beginnen. Im nächsten Kapitel erfährst du, wie du passende Quellen findest – und wie KI-Tools dir dabei helfen können.
In vielen BM-Arbeiten – vor allem bei empirischen Untersuchungen – werden neben der Forschungsfrage auch Hypothesen aufgestellt.
Hypothesen aufstellen – shriBe
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Dieses Video von shriBe erklärt dir Schritt für Schritt, wie du Hypothesen korrekt formulierst und typische Fehler vermeidest.
➡️ Video auf YouTube ansehen: „Hypothesen aufstellen – Tutorial + Beispiele“
🔗 Quelle: YouTube-Kanal „shriBe“. Alle Rechte liegen beim Betreiber des Kanals.